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Südlich des Goldenen Horns ragt eine Halbinsel ins Marmarameer, an deren Spitze, auf einem Hügelrücken, sich die Residenz der Sultane des Osmanischen Reiches befindet. Von diesem Topkapi-Serail, heute ein vielbesuchtes Museum, ergibt sich ein grandioser Blick auf die Millionenstadt Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn.
Von 1465 bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts residierten die osmanischen Sultane in dieser Palastanlage, die durch viele Um- und Anbauten bis ins 18. Jahrhundert hinein ständig verändert und erweitert wurde.
Mit einer Fläche von nahezu 70 Hektar und einer mächtigen Befestigungsmauer stellte sich der Topkapi-Palast als eine Art Palaststadt dar, in der normalerweise etwa 5.000, in Spitzenzeiten jedoch bis zu 40.000 Personen lebten.
Noch heute gibt die Anordnung der Palastgebäude und Anlagen einen beklemmenden Eindruck von der Allmacht der Sultane. Aus einem ersten Hof, der sich im äußeren Palastgelände befand und neben Garten- und Parkflächen den Paradeplatz und die Kasernen der Leibwächter des Sultans beherbergte, gelangte man durch das aus weißem Marmor erbaute Mitteltor in den zweiten Hof, mit dem der eigentliche Palastkomplex begann. Hier befanden sich die riesigen Palastküchen, der Beratungssaal der obersten Verwaltungsbehörde, des Diwans, sowie diverse repräsentative Räume. Im Mitteltor befanden sich übrigens zwei Nischen, in denen die abgeschlagenen Köpfe von in Ungnade gefallenen Würdenträgern als Respekt erheischendes Signal zur Schau gestellt wurden.
Der dritte Hof war der Herrscherfamilie vorbehalten und beherbergte unter anderem die Palastschule, den Thronsaal des Sultans und die Reliquiensäle.
Hier befand sich mit dem Harem auch der "verbotene Ort" - eine Anlage von etwa 300 Räumlichkeiten, die unter anderem die Gemächer der Ehe- und Lieblingsfrauen des Sultans und den "Goldenen Käfig" als Quartier der nicht getöteten Prinzen einschloss.
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Das Topkapi-Palsastmuseum existiert als solches seit 1924. Täglich, außer Dienstags, gewährt es dem Besucher Einblicke in den exclusiven Reichtum der Monarchen vergangener Zeiten. Als Symbol der Macht des Sultans überragt dessen Palast mit seinen Kuppeln, Türmen und Zinnen alle übrigen Bauwerke der Palaststadt. Seine Innenausstattung zeigt herrliche Wandmalereien, mit Gold verzierte Zimmerdecken, feinstes, mit Intarsien verziertes Mobilar und prachtvolle Kunstschmiedearbeiten. Überall finden sich prachtvolle Mosaike, bunte Fenster und freskenartige Gemälde. Museale Sammlungen werden in vielen weiteren Räumlichkeiten gezeigt. Rüstungen und Waffen, Keramiken, Uhren und Juwelen gehören ebenso dazu wie Teile der Herrschergarderobe und tausende Miniaturgemälde.
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